Kooperationsschule

Die Primar- und Sekundarschule Andelfingen und die Primarschule Henggart bilden seit dem Sommer 2010 gemeinsam eine Kooperationsschule der Pädagogischen Hochschule Zürich. Das heisst, dass wir zwischen September und Mai an insgesamt 13 oder 14 Donnerstagen und während drei Wochen im Januar ca. 30 Studierende bei uns empfangen.

Ein Team von mehr als 20 Lehrpersonen aus allen Stufen und Fachrichtungen ist verantwortlich für die Durchführung der Praxistage und des dreiwöchigen Praktikums im ersten Studienjahr der angehenden Lehrerinnen und Lehrer.

Die Studierendenbeobachten den Unterricht und lernen verschiedene Klassen kennen. Sie erhalten bald auch Gelegenheit, selber zu unterrichten. Auf diese Weise erfahren sie hautnah,was es heisst, Lehrerin oder Lehrer zu sein.

Selbstverständlich bleibt die Verantwortung für den Unterricht und die Lernfortschritte bei der Lehrperson, auch wenn sie nicht selber unterrichtet. Aus diesem Grund besprechen sie die Aufträge für den nächsten Praxistag genau und verlangen die Unterrichtsvorbereitung im Voraus. So ist es möglich zu reagieren, falls die Planung grobe Mängel aufweist.

Was bedeutet das für die Schülerinnen und Schüler der betreffenden Klassen? Sie erleben eine abwechslungsreiche Situation: An einem Wochentag werden sie nicht nur von der Klassenlehrperson, sondern auch von zwei bis drei Studierenden begrüsst, welche in einzelnen Sequenzen die Tätigkeit der Lehrperson übernehmen und den Unterricht mitgestalten. Von Möglichkeiten wie Teamteaching oder der Begleitung kleiner Gruppen profitieren nicht nur die Studierenden, sondern auch die Kinder und Jugendlichen, welche so von zusätzlichen «Expertinnen» und «Experten»betreut werden können. Denkbar und sinnvoll sind natürlich auch kurze Einsätze als Lernberater/in, während denen eine Studentin oder ein Student einzelnen Schülerinnen und Schülern helfend und unterstützend zur Seite steht.

Die Klassenlehrpersonen geben den Studierenden nach ihrem Einsatz ein Feedback. Was hat funktioniert? Was nicht? Warum nicht? Damit die Besprechung gehaltvoll ist, müssen die Praxislehrpersonen genau beobachten und sich selber immer wieder mit ihrer Art des Unterrichtens auseinandersetzen. Unterstützung für diese Arbeit und weitere Impulse erhalten sie in den Weiterbildungen, welche die Pädagogische Hochschule anbietet.

Zweifellos haben der Ausbildungsauftrag und die damit verbundene ständige Beschäftigung mit Unterrichts- und Schulfragen positive Auswirkungen auf den Unterricht, was letztlich der ganzen Schule zu Gute kommt.

C. Halder, Kooperationsschulleiterin

Weiterführende Informationen für Studierende der PHZH -> hier